Was bringt uns 2018?

Dr. Michael WeiskopfLiebe Mitglieder von Haus & Grund Saarland!

Ich hoffe, sie hatten eine schöne Weihnachtszeit und sind gesund in das neue Jahr 2018 gekommen. Seit der Bundestagswahl am 24. September des vergangenen Jahres möchte ich etwas zu der neuen Bundesregierung aus der Sicht von Haus & Grund schreiben. Aber von Redaktionsschluss zu Redaktionsschluss gibt es nichts Neues zu berichten, außer dass die Sondierungsgespräche nach dem „Jamaika-Aus“ (Wort des Jahres 2017) nun als „ergebnisoffen“ von CDU und SPD geführt werden. Es ist daher schwierig, einen Ausblick auf das Jahr 2018 in wohnungspolitischer Hinsicht zu geben.

Eine große Koalition wird mit anderen Themen Einfluss auf die Wohnungspolitik nehmen, als Jamaika dies getan hätte. Verblieben mit Umwelt-, Wirtschafts- und Justizministerium die drei wichtigsten Ministerien für die Gestaltung der Wohnungspolitik in den Händen der SPD, droht erneut eine Verschärfung der Mietengesetzgebung. Das Wohnungsproblem in den großen Städten wird damit aber ebenso wenig gelöst werden, wie der durch das explosionsartige Ansteigen der Bodenpreise erschwerte Zugang junger Familien zu den eigenen vier Wänden. Es droht ein weiterer Anstieg der Wohnkosten durch die Verschärfung energetischer und baurechtlicher Standards. Wird der vom Bundesrat bereits verabschiedete Gesetzentwurf zur Grundsteuerreform in der vorliegenden Fassung umgesetzt, drohen Hauseigentümern drastische Steuererhöhungen.

Im Saarland beabsichtigt die RAG das Grubenwasser regional ansteigen zu lassen, obwohl die damit zusammenhängenden Fragen nach möglichen schadensrelevanten Auswirkungen auf unser Eigentum noch nicht geklärt sind. Der Grubenwasseranstieg wird ebenso kritisch zu begleiten sein, wie die politische Entwicklung in Berlin.

Auch im Jahr 2018 werden die Probleme, die uns Eigentümer belasten, nicht kleiner. Angesichts einer Welt, die mehr und mehr aus der Balance zu geraten droht, wäre eine vernünftige und besonnene Vorgehensweise durch die Verantwortlichen – so sie denn einmal Verantwortung übernehmen würden – wünschenswert.

Für das neue Jahr 2018 wünsche ich Ihnen dennoch, eine sorgenfreie Zeit, Glück und Gesundheit. Vor allem aber bleiben Sie uns treu. Nur in gemeinsamer Stärke können wir etwas bewirken.

Ihr
Dr. Michael Weiskopf
Geschäftsführender Verbandsvorsitzender

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