Viel Wirbel um die KfW-Förderung

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW wurde am 24. Januar mit sofortiger Wirkung vorläufig gestoppt. Das führte zu einer großen Verunsicherung bei Bauherren und Sanierern, die das Geld fest eingeplant hatten. Nun ist ein neues Förderprogramm geplant.

Grund für den Förderungsstopp war die enorme Antragsflut, die zu einer Ausschöpfung der vom Bund für die BEG bereitgestellten Haushaltsmittel führte. Bereits im vergangenen Jahr wurde das „Aus“ für die Neubauförderung des KfW-Effizienzhauses 55 zum 1. Februar 2022 angekündigt, was nochmals zu einer enormen Antragswelle im Januar geführt hat. Die Neubauförderung des Effizienzhauses 55 wurde damit bereits einige Tage früher als angekündigt eingestellt.

Teilweise zurückgerudert

Anfang Februar verkündete das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, dass es eine Lösung für die KfW-Gebäudeförderung gebe. Demnach sollen alle förderfähigen Altanträge, die bis zum Antragsstopp 24. Januar 2022 eingegangen sind, doch noch genehmigt werden. Dabei handele es sich um rund 24.000 Anträge, die nun von der KfW nach den bisherigen Programmkriterien geprüft werden; die förderfähigen werden genehmigt.

Kurzfristig soll zudem für das laufende Jahr 2022 die Sanierungsförderung über die KfW mit unveränderten Fördertatbeständen wieder aufgenommen werden. Das KfW-Effizienzhaus 40 wird befristet bis Ende des Jahres mit geänderten Bedingungen weitergeführt: Hier werden die Fördersätze auf die Hälfte abgesenkt und ein Kostendeckel von voraussichtlich einer Milliarde Euro eingezogen.

Neues Programm für energieeffizientes Bauen geplant

Für die Zukunft soll die Gebäudeförderung neu ausgerichtet werden. Ab 2023 ist geplant, eine klimapolitisch ambitionierte, ganzheitlich orientierte Förderung für neue Gebäude, wie sie im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, aufzusetzen.

Förderung von Einzelmaßnahmen über das BAFA weiterhin möglich

Nicht betroffen vom Förderstopp und der Neuausrichtung sind die vom BAFA geförderten Einzelmaßnahmen in der Sanierung (zum Beispiel Heizungstausch oder die Erneuerung von Fenstern).

Haus & Grund kritisiert Vorgehen der Regierung

„Auf die Gebäudeeigentümer wird der Druck zum klimaneutralen Umbau ihrer Häuser immer weiter erhöht. Der Förderstopp setzte da ein völlig falsches Signal und ließ Bauherren und Sanierer vorerst im Regen stehen“, kritisierte Verbandspräsident Kai Warnecke. Wenn der Gebäudesektor seine Klimaziele erreichen soll, brauchen die Eigentümer Planbarkeit und keine Förderung nach Gutsherrenart, so Warnecke.

Anna Katharina Fricke

Referentin Presse und Kommunikation

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